Heide-Allianz Donau-Ries

Projektförderung durch den Bayerischen Naturschutzfonds: Biodiversitätsprojekt Heide-Allianz Donau-Ries (2011-2014)

Bedeutung des Naturschutzfonds-Projekts im Gesamtkonzept

Inhaltliche Schwerpunkte des Projekts sind:

  • Sicherung und Entwicklung des Magerrasen-Biotopverbundes durch Flächenankauf, Abpufferung, Sicherung und Wiederherstellung von Triftwegen, Verlagerung von Pferchflächen und Unterstützung der Schäferei. Der räumliche Schwerpunkt liegt dabei auf Flächen außerhalb der Natura-2000-Kulisse und auf Flächen, auf denen dringend Maßnahmen umgesetzt werden müssen („Sofortmaßnahmen“).
  • Sicherung und Entwicklung eines Netzwerkes von „Ackerwildkrautreservaten“ auf wenigen, geeigneten, das heißt ertragsarmen Standorten insbesondere durch Flächenankauf.

Im Rahmen des Projekts werden auch Pflege- und Optimierungsmaßnahmen umgesetzt, die über die Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien gefördert werden.

Aufgrund der Bedeutung eines funktionierenden Magerrasen-Verbundes für das Gebiet, der essentiell auch auf Flächen außerhalb der Natura-2000-Gebietskulisse angewiesen ist, und der Tatsache, dass der größte Handlungsbedarf derzeit auf eher kleinen Flächen außerhalb der großen Magerrasenkomplexe innerhalb der Natura- 2000-Gebiet liegt, ist das Projekt für die Umsetzung des Gesamtkonzepts von entscheidender Bedeutung. Ein nachhaltiger Schutz der hochgradig gefährdeten Ackerwildkräuter ist nur im Rahmen dieses Projekts möglich, da dieser ohne einen Ankauf von Flächen nicht realisierbar ist und Ackerwildkräuter und ihre Habitate z. B. nicht in LIFE-Natur-Projekte eingebunden werden können.

Projektziele

Wesentliche Ziele des Projekts waren:

  • Wiederherstellung des Magerrasenverbundes insbesondere zwischen den Natura-2000-Gebieten
  • Nachhaltige Sicherung der Vorkommen überregional bedeutsamer Pflanzen- und Tierarten der Magerrasen und Äcker bzw. Etablierung überlebensfähiger Populationen dieser Arten
  • Unterstützung der Schäferei im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Magerrasen
  • Verankerung der Themen „Biodiversität“, „Heiden“ und „Ackerwildkräuter“ in der Bevölkerung im Sinne einer höchstmöglichen Akzeptanz und Mitarbeitsbereitschaft

Projektergebnisse

Das Vorhaben konnte Ende 2014 erfolgreich abgeschlossen werden.

Wesentliche Ergebnisse des Projektes sind:

  • Flächenerwerb: 10,2 ha
    • Sicherung hochwertiger Magerrasen: 2 ha
    • Ankauf von Pferchflächen: 1,8 ha
    • Ankauf von Triftflächen: 3 ha
    • Ankauf von Wildkrautreservaten: 3,4 ha
  • Kleinflächige Erstpflege: 6 Weidereviere
  • Pflegefläche Magerrasen gesamt: 186 ha
  • Elektrozaun verliehen an: 8 Betriebe zur Erstbeweidung
  • Information: Veranstaltungen und Führungen: > 10 Veranstaltungen mit über 5.000 Besuchern, zwei Flyer zu Projekt und Vermarktung

Der allgemeinverständliche Projektbericht kann auf der Seite http://www.heide-allianz.de/index.php/downloads.html heruntergeladen werden.