Abbaustellen im Landkreis Donau-Ries – Von Wunden in der Landschaft zu Naturparadiesen

Projektträger von „Abbaustellen im Landkreis Donau-Ries – Von Wunden in der Landschaft zu Naturparadiesen“ ist die Heide-Allianz Donau-Ries in Kooperation mit dem Geopark Ries e. V. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Zweckerträgen der GlücksSpirale.

Für das aktuelle Projekt hat die Heide-Allianz Donau-Ries mit dem Geopark Ries e. V. einen kompetenten und erfahrenen Partner, der Ziele des Natur- und Umweltschutzes mit der Förderung regionaler Wirtschaftsentwicklung sozialverträglich verbindet und mit der Entwicklung von Geotopen und der Anlage von Besuchersteinbrüchen wie dem „Lindle-Steinbruch“ seit Jahren die Besonderheiten unseres Geoparks herausarbeitet. Dieser wird somit national sowie international bekannt gemacht. Seit dem LIFE-Projekt „Heide-Allianz: Biologische Vielfalt und Biotopverbund im Nördlinger Ries und Wörnitztal“ ist der Geopark Ries offizieller „Partner der Heide-Allianz“. Auch Führungen mit zertifizierten Natur- und Landschaftsführer/-innen für Schulen, die interessierte Öffentlichkeit und spezielle Interessensgruppen bietet der Geopark an. Und in der Regional- und Marketinginitiative Geopark Ries kulinarisch finden lokale Produzenten, Veredler und Gastronomen eine Vermarktungsmöglichkeit - auch die Heide-Allianz.

Zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Donau-Ries und der Höheren Naturschutzbehörde bei der Regierung von Schwaben konnte ein Projektantrag entwickelt werden, der vom Bayerischen Naturschutzfonds begrüßt und für förderfähig befunden wurde. Das Projekt „Abbaustellen im Landkreis Donau-Ries - Von Wunden in der Landschaft zu Naturparadiesen“ wird bei einer Laufzeit bis Ende 2022 mit rund 485.000,- € gefördert. Als gemeinnützige Stiftung unterstützt der Naturschutzfonds Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft in Bayern.

Was aber ist nun so Besonderes an den Abbaustellen?
Das durch einen Meteoriteneinschlag entstandene Nördlinger Ries ist mit seinen hochwertigen Kalk- und Sandmagerrasen, Flussauen und Eichen-Hainbuchen-Wäldern ein „HotSpot“ der biologischen Vielfalt in Bayern. Verknüpft mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden und teilweise im bewaldeten Bereich finden sich dort viele ehemalige Abbaustellen von Suevit, Sand und Kalkstein. Durch diese räumlich eng begrenzten Sonderstandorte sind die darauf vorkommenden Tier- und Pflanzenarten insbesondere durch Verinselung akut gefährdet. Durch den Meteoriteneinschlag vor 15 Mio. Jahren findet man im Ries verschiedene Biotoptypen eng nebeneinander. Diese Lebensraum-Vielfalt soll mit diesem Projekt auch weiterhin geschützt werden.

Mit dem Vorhaben wird einerseits die langjährig gute Kooperation des Landkreises mit den örtlichen Naturschutzverbänden fortgesetzt. Aber durch die Kooperation der Heide-Allianz mit dem Geopark in einem konkreten Umsetzungsprojekt kann nun auch ein vielversprechender neuer Weg beschritten werden. Neben den fachbezogenen Umsetzungen sollen durch das Projekt weitere wichtige Themenfelder aus den Bereichen Geologie, Geopark, Natur und Landschaft, Biodiversität sowie die Bedeutung der Beweidung für die Artenvielfalt und das Landschaftsbild noch bekannter gemacht werden.